Warum die gleiche Strategie bei dir nicht funktioniert

Warum die gleiche Strategie bei dir nicht funktioniert
Photo by Daria Glakteeva / Unsplash

Du hast das Buch gelesen.

Du hast den Kurs gemacht.

Du hast die Strategie implementiert – exakt so, wie sie es erklärt haben. Schritt für Schritt. Keine Abkürzungen.

Und es hat nicht funktioniert.

Nicht so wie bei den anderen. Nicht so wie in den Testimonials. Nicht so wie versprochen.

Du hast dich gefragt: Was stimmt nicht mit mir?

Vielleicht hast du dir gesagt: Ich habe es nicht richtig gemacht. Ich muss es nochmal versuchen. Ich brauche eine andere Strategie.

Also hast du das nächste Buch gelesen. Den nächsten Kurs gemacht. Die nächste Strategie implementiert.

Gleiches Ergebnis.

Irgendwann hast du angefangen zu glauben, dass du das Problem bist. Dass andere es können, aber du nicht. Dass dir etwas fehlt.

Ich sage dir heute: Das Problem bist nicht du.

Das Problem ist, dass dir niemand die Wahrheit gesagt hat.


Die Wahrheit über Strategien

Hier ist, was die Gurus, die Coaches, die Experten dir nicht sagen:

Die Strategie ist nicht der entscheidende Faktor.

Zwei Menschen können die exakt gleiche Strategie anwenden. Wort für Wort. Schritt für Schritt. Einer wird damit ein Vermögen aufbauen. Der andere wird scheitern.

Zwei Menschen können das gleiche Business-Modell nutzen. Einer explodiert. Der andere kämpft jahrelang.

Zwei Menschen können die gleiche Morgenroutine haben. Einer transformiert sein Leben. Der andere macht es drei Wochen und hört auf.

Warum?

Weil die Strategie nur die Oberfläche ist.

Darunter liegt etwas viel Mächtigeres. Etwas, das niemand sieht. Etwas, worüber kaum jemand spricht.

Dein innerer Zustand.


Der unsichtbare Faktor

Stell dir vor, zwei Menschen starten das gleiche Online-Business.

Beide haben die gleiche Strategie. Die gleichen Tools. Das gleiche Wissen.

Person A startet aus diesem inneren Zustand:

  • Tief im Inneren glaubt sie, dass sie es nicht wert ist, erfolgreich zu sein
  • Sie hat Angst, sichtbar zu werden und beurteilt zu werden
  • Sie zweifelt ständig an sich selbst
  • Sie fühlt sich wie eine Hochstaplerin
  • Sie erwartet insgeheim, dass es nicht funktionieren wird

Person B startet aus diesem inneren Zustand:

  • Sie weiß, dass sie Wert zu geben hat
  • Sie freut sich darauf, Menschen zu helfen
  • Sie vertraut darauf, dass es funktionieren wird
  • Sie fühlt sich würdig, erfolgreich zu sein
  • Sie erwartet, dass gute Dinge passieren

Beide machen die gleichen Dinge. Aber sie machen sie aus einem völlig anderen inneren Ort heraus.

Und dieser innere Ort verändert alles.


Wie der innere Zustand alles beeinflusst

Dein innerer Zustand ist nicht nur ein Gefühl. Er ist eine Kraft, die jede deiner Handlungen durchdringt.

Er beeinflusst deine Energie.

Menschen spüren, aus welchem Zustand du kommst. Sie spüren, ob du aus Vertrauen handelst oder aus Angst. Ob du aus Fülle kommst oder aus Mangel. Ob du an dich glaubst oder nicht.

Das ist keine Esoterik. Das ist Realität. Wir alle haben ein Gespür dafür, ob jemand authentisch ist oder nicht. Ob jemand wirklich überzeugt ist oder nur so tut.

Deine Energie spricht lauter als deine Worte.

Er beeinflusst deine Entscheidungen.

Aus Angst triffst du andere Entscheidungen als aus Vertrauen. Aus Mangel triffst du andere Entscheidungen als aus Fülle.

Person A aus dem Beispiel oben wird zögern, sich zu zeigen. Wird den Preis zu niedrig ansetzen. Wird bei der ersten Ablehnung aufgeben. Wird Chancen nicht ergreifen, weil sie sich nicht bereit fühlt.

Person B wird mutig sein. Wird ihren Wert kennen. Wird Ablehnung als Feedback sehen. Wird Chancen ergreifen, auch wenn sie sich nicht zu 100% bereit fühlt.

Gleiche Strategie. Völlig andere Entscheidungen.

Er beeinflusst deine Ausdauer.

Wenn du tief im Inneren nicht glaubst, dass es funktionieren wird – wie lange wirst du durchhalten, wenn es schwierig wird?

Nicht lange.

Du wirst die ersten Rückschläge als Bestätigung sehen: "Ich wusste es. Es funktioniert nicht für mich."

Aber wenn du innerlich überzeugt bist – dann sind Rückschläge nur Umwege. Dann machst du weiter. Dann findest du einen Weg.

Er beeinflusst, was du anziehst.

Das klingt vielleicht mystisch, aber beobachte es selbst:

Menschen, die aus Fülle und Vertrauen leben, ziehen andere Möglichkeiten an als Menschen, die aus Mangel und Angst leben.

Die richtigen Menschen tauchen auf. Die richtigen Gelegenheiten erscheinen. Türen öffnen sich.

Nicht durch Magie. Sondern weil du anders auftrittst, anders entscheidest, anders handelst – und dadurch andere Ergebnisse erzeugst.


Das Selbstbild: Die unsichtbare Grenze

Es gibt ein Konzept, das alles erklärt:

Dein Selbstbild.

Dein Selbstbild ist die innere Überzeugung darüber, wer du bist. Was du kannst. Was du verdienst. Was für dich möglich ist.

Und hier ist das Entscheidende:

Du wirst niemals dauerhaft über dein Selbstbild hinaus performen.

Wenn dein Selbstbild sagt: "Ich bin jemand, der 5.000 im Monat verdient" – dann wirst du unbewusst alles tun, um bei 5.000 zu bleiben.

Verdienst du plötzlich mehr, wirst du unbewusst sabotieren, bis du wieder bei 5.000 bist.

Verdienst du weniger, wirst du kämpfen, bis du wieder bei 5.000 bist.

Das Selbstbild ist wie ein Thermostat. Es reguliert deine Ergebnisse auf das Niveau, das es für "normal" hält.

Deshalb funktioniert die gleiche Strategie bei anderen, aber nicht bei dir.

Nicht weil die Strategie falsch ist. Sondern weil dein Selbstbild ein anderes Ergebnis für möglich hält als das Selbstbild der anderen Person.

Du kannst die beste Strategie der Welt haben. Wenn dein Selbstbild sagt "Das ist nichts für mich" oder "Ich bin nicht der Typ dafür" oder "Menschen wie ich schaffen das nicht" – dann wirst du einen Weg finden, es zu bestätigen.

Unbewusst. Automatisch. Garantiert.


Die Haltung, aus der du handelst

Lass mich es noch konkreter machen.

Stell dir vor, du schreibst einen Social-Media-Post.

Szenario A: Du schreibst ihn aus diesem Zustand:

"Hoffentlich mögen die Leute das. Hoffentlich beurteilt mich niemand. Ich bin mir nicht sicher, ob das gut genug ist. Wahrscheinlich interessiert das sowieso niemanden."

Szenario B: Du schreibst ihn aus diesem Zustand:

"Ich habe etwas Wertvolles zu sagen. Die richtigen Menschen werden das erkennen. Ich teile das, weil es jemandem helfen kann. Ich bin gespannt auf die Resonanz."

Der Post könnte wörtlich identisch sein. Aber die Energie dahinter ist völlig anders.

Und Menschen spüren das. Sie spüren, ob du von dir überzeugt bist oder nicht. Sie spüren, ob du aus Dienst schreibst oder aus Bedürftigkeit. Sie spüren, ob du etwas zu geben hast oder etwas haben willst.

Die Haltung, aus der du handelst, bestimmt das Ergebnis der Handlung.

Das gilt für alles:

  • Das Verkaufsgespräch, das du führst
  • Die E-Mail, die du schreibst
  • Das Angebot, das du machst
  • Die Beziehung, die du eingehst
  • Das Projekt, das du startest

Gleiche Handlung. Andere Haltung. Anderes Ergebnis.


Warum dir das niemand sagt

Wenn der innere Zustand so entscheidend ist – warum spricht niemand darüber?

Weil es schwerer zu verkaufen ist.

"Hier ist eine 7-Schritte-Strategie" ist einfach zu verkaufen.

"Du musst deinen inneren Zustand transformieren" ist schwerer zu verkaufen. Es ist weniger greifbar. Es dauert länger. Es erfordert tiefere Arbeit.

Weil es unbequem ist.

Es ist einfacher zu glauben, dass du nur die richtige Strategie brauchst. Dann liegt die Verantwortung außen. Dann musst du dich nicht selbst anschauen.

Aber wenn der innere Zustand das Problem ist – dann musst du nach innen schauen. Dann musst du dich mit deinen Ängsten, deinen Zweifeln, deinen limitierenden Überzeugungen auseinandersetzen.

Das ist unbequem.

Weil viele es selbst nicht verstehen.

Viele Menschen, die Strategien lehren, haben selbst den richtigen inneren Zustand – aber sie sind sich dessen nicht bewusst. Sie denken, es war die Strategie. Sie sehen nicht, dass ihr Selbstbild, ihr Vertrauen, ihre Energie der eigentliche Faktor war.

Also lehren sie die Strategie. Und wundern sich, warum es bei manchen funktioniert und bei anderen nicht.


Der Unterschied zwischen Mindset und Zustand

Vielleicht denkst du: "Aber ich habe doch an meinem Mindset gearbeitet!"

Hier ist ein wichtiger Unterschied:

Mindset ist, was du denkst.

Zustand ist, was du fühlst und bist.

Du kannst positive Gedanken denken und trotzdem innerlich voller Zweifel sein.

Du kannst Affirmationen wiederholen und trotzdem nicht daran glauben.

Du kannst mental verstehen, dass du erfolgreich sein kannst – und trotzdem fühlen, dass du es nicht verdienst.

Der Zustand geht tiefer als das Mindset.

Er ist nicht nur in deinem Kopf. Er ist in deinem Körper. In deinem Nervensystem. In deiner Energie.

Deshalb reicht es nicht, positive Gedanken zu denken. Du musst den Zustand verkörpern.

Nicht nur denken: "Ich bin erfolgreich."

Sondern fühlen: "Ich bin erfolgreich."

Nicht nur mental verstehen.

Sondern körperlich wissen.

Das ist der Unterschied.


Die Lösung

Was also tun?

Schritt 1: Erkenne, dass der innere Zustand der Hebel ist.

Das ist der wichtigste Schritt. Solange du glaubst, dass du nur die richtige Strategie brauchst, wirst du weiter im Kreis laufen.

Erkenne: Die Strategie ist das Fahrzeug. Der innere Zustand ist der Fahrer. Ein Ferrari mit einem ängstlichen Fahrer wird von einem Golf mit einem selbstbewussten Fahrer überholt.

Schritt 2: Werde dir deines aktuellen Zustands bewusst.

Aus welchem inneren Ort heraus handelst du normalerweise?

Angst oder Vertrauen? Mangel oder Fülle? Zweifel oder Gewissheit? Bedürftigkeit oder Dienst?

Sei ehrlich. Nicht wie du gerne wärst. Wie du wirklich bist.

Beobachte dich selbst. Beobachte deine Gedanken, bevor du etwas tust. Beobachte deine Gefühle. Beobachte deine Körperhaltung.

Der erste Schritt zur Veränderung ist Bewusstheit.

Schritt 3: Identifiziere dein Selbstbild.

Was glaubst du über dich selbst?

Was glaubst du, was du verdienst? Was glaubst du, was für dich möglich ist? Was glaubst du, wer du bist?

Schreib es auf. Sei radikal ehrlich.

Dann frag dich: Woher kommen diese Überzeugungen? Sind sie wahr? Oder sind sie Programmierungen, die du übernommen hast?

Schritt 4: Entscheide, wer du sein willst.

Nicht was du tun willst. Wer du sein willst.

Welchen inneren Zustand willst du verkörpern? Welches Selbstbild willst du haben? Aus welcher Haltung willst du handeln?

Definiere es klar. Mach es konkret.

Schritt 5: Verkörpere den neuen Zustand – jetzt.

Nicht irgendwann, wenn du erfolgreich bist. Jetzt.

Fühle dich jetzt so, wie du dich fühlen würdest, wenn du bereits dort wärst, wo du hin willst.

Handle jetzt aus dem Zustand heraus, den du verkörpern willst.

Triff Entscheidungen jetzt so, wie die Person sie treffen würde, die du werden willst.

Das ist keine Täuschung. Das ist Schöpfung.

Du wartest nicht darauf, dass die äußeren Umstände deinen inneren Zustand verändern. Du veränderst deinen inneren Zustand – und die äußeren Umstände folgen.


Die unbequeme Wahrheit

Hier ist die unbequeme Wahrheit:

Du brauchst wahrscheinlich keine neue Strategie.

Du brauchst einen neuen inneren Zustand.

Du brauchst ein neues Selbstbild.

Du brauchst eine neue Haltung, aus der du handelst.

Die Strategie, die du bereits kennst, würde wahrscheinlich funktionieren – wenn du sie aus dem richtigen Zustand heraus anwenden würdest.

Aber das bedeutet: Die Arbeit liegt nicht im Außen. Sie liegt im Innen.

Und das ist schwerer. Und das dauert länger. Und das erfordert mehr Mut.

Aber es ist der einzige Weg, der wirklich funktioniert.


Was sich verändert

Wenn du deinen inneren Zustand transformierst, verändert sich alles.

Die gleiche Strategie, die vorher nicht funktioniert hat, funktioniert plötzlich.

Die gleichen Handlungen, die vorher keine Ergebnisse gebracht haben, bringen plötzlich Ergebnisse.

Die gleichen Worte, die vorher niemanden berührt haben, berühren plötzlich Menschen.

Nicht weil sich im Außen etwas verändert hat. Sondern weil sich im Innen alles verändert hat.

Du bist nicht mehr dieselbe Person, die dieselben Dinge tut.

Du bist eine neue Person, die dieselben Dinge tut.

Und das macht den gesamten Unterschied.


Die Einladung

Bevor du das nächste Buch kaufst.

Bevor du den nächsten Kurs buchst.

Bevor du die nächste Strategie suchst.

Halte inne.

Frag dich:

Aus welchem inneren Zustand heraus handle ich?

Was glaube ich wirklich über mich selbst?

Welche Haltung bringe ich zu dem, was ich tue?

Die Antworten auf diese Fragen sind wichtiger als jede Strategie.

Denn die Strategie ist nur das Werkzeug.

Du bist der Handwerker.

Und die Qualität des Handwerkers bestimmt das Ergebnis – nicht die Qualität des Werkzeugs.


Die nächste Strategie wird nicht funktionieren, wenn du sie aus dem gleichen Zustand heraus anwendest. Verändere den Zustand – und alles verändert sich.

Matt Zimmermann

Matt Zimmermann

Switzerland